Burg Stargard 10.-14.08.2017

 

Zwei Tage lang stand die Burg in Stargard im Zeichen des Mittelalters. Rund herum schlugen ca. 45 Heerlager, Kunsthandwerker, Gaukler und Schwertkämpfer ihre Zelte auf.  Im Burghof und auf den Wiesen gab es  Handwerk, Handel und Gastronomie und auf drei unterschiedlichen Bühnen wurde gesungen, gegaukelt, getanzt und geschauspielert.  Das nicht ganz so einladende Wetter bescherte leider auch deutlich weniger Gäste, was für die Veranstalter schade war, denn das 25. Burgfest wurde mit ausgezeichneten Bands organisiert. Die Sauf- und Trinklieder der “Streuner” und die dänische Band “Virelai” unterhielten ihre Gäste ausgezeichnet. Ein Gottesdienst in der alten Burgkapelle, ein Lindenritual mit Fackeln, Ritterkämpfe und ein traditionelles großes Holzfeuer mit Feuershow machten die Burgtage besonders.

 

Wie im letzten Jahr konnten wir wieder unseren gewohnten Lagerplatz im Burgpark unter der alten Linde beziehen. Aufbau, Einkauf und Anfahrt mussten Bjalfi und Harkon größtenteils zu zweit erledigen, aber nach und nach kamen wir dann auf volle Heerlagerstärke. Bei herrlichem Wetter bauten wir auf und bei noch mehr Sonnenschein wieder ab, aber dazwischen bescherte uns der Regen feuchte Schlafsäcke  und nasse Gewandungen. Nach zwei eher ruhigen und entspanntenTagen vorab, bekamen wir am Samstag und Sonntag wieder viele Besuche, trafen viele gute Freunde, brannten unter großer Aufmerksamkeit der Besucher Pech, und konnten zum ersten Mal unserem Laute spielenden Barden Bjalfi lauschen. Etwas Besonderes war das Zubern von  Lart und Thorstein, die es am letzten Abend wagten mitten im vollen Burghof in einen mittelalterlichen Badezuber zu steigen. Eine Stunde lang wässerten sie unter der Musik der Streuner ihre beleibten Körper bei wohlschmeckenden Früchten und duftenden Kräuteraromen. Sogar eine Massage wurde angeboten und getestet. Bjalfi machte uns mit den einem Wikingerhelden  in einem heiteren Abenteuerroman aus der Wikingerzeit bekannt. Wir entdeckten viele Ähnlichkeiten mit dem Haupthelden Sigvald,  der wegen seiner Leibesfülle 'Speckseite' genannt wird. Mit Witz und trockenem Humor wurde unsere Neugier auf das Buch geweckt.Trotz der misslungenen GFK am letzten Abend waren es schöne und erlebnisreiche Stunden. Die Abendstimmungen, Sternschnuppennächte, das lodernde Feuer und die guten Gespräche werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. 

Basteltag und Saisonvorbereitung 08.07.2017

Dieses Jahr starteten wir spät in die Mittelalter-Saison. Umso wichtiger war es, das Lager nach der langen Winterpause zu sichten und notwendige Reparaturen durchzuführen. Dafür war heute der Tag verplant. Vormittags wurden alle Teile unserer Lagerausstattung ausgeräumt und notwendige Reparaturen durchgeführt. Einzelne Holzteile an den Windbrettern der Zelte waren gerissen und mussten geklebt werden. Die Raben an der Spitze der Windbretter  hatten Teile verloren oder waren abgebrochen. Alle Metalltöpfe und Pfannen wurden gereinigt und neu geölt. Die Oseberglampen mussten gereinigt und gerichtet werden. Auch die notwendigen Materialien für das Herstellen von Pech wurden frisch aufgefüllt. Nachmittags mussten die Zeltbahnen gereinigt und neu imprägniert werden. Beide Zelte wurden chemisch gesäubert, von Flecken befreit und anschließend neu mit Imprägniermittel besprüht. Bei herrlicher Sonne trockneten die Stoffe zügig. Zuletzt besprachen wir den Ablauf für Burg Stargard im August und notwendige Vorbereitungen für dieses Mittelalterlager.

Endlich geht es in die neue Saison und alles ist bestens vorbereitet.


Bogenschießlehrgang in Anklam am 18.10.2016

Nach unseren Bogenschießworkshop in Burg Stargard war die Idee entstanden, einen professionellen Lehrgang zu besuchen, der uns den Umgang mit Pfeil und  Bogen genauer erklärt. In Anklam gibt es dafür ein Fachgeschäft mit vielseitigem Angebot, eigener Bogenschießbahn und Lehrgängen für Neueinsteiger.  Unser Lehrgang begann mit Trockentraining ohne Bogen, um die richtige Körperhaltung zu erlernen. Oberkörperspannung halten, linken Ellenbogen nach außen drehen, annocken und rechten Arm nicht zu tief anwinkeln, alles zusammen eine Herausforderung für die eigene Körpermotorik. Nach 45 Minuten ging es dann aber mit verschiedenen Bögen an die praktische Umsetzung. Jeder schoss beliebig viele Pfeile auf vorgegebene Ziele. Oft gelangen schon gute Treffer, trotzdem gab es Kritik von der Seminarleiterin wegen schlechter Körperhaltung oder zu eiligen Abläufe. Ganz sicher keine Sportart, die im Schnellkurs erlernt werden kann. Dennoch eine tolle Konzentrationsübung mit viel Potential für unser Mittelalterhobby. Hier waren wir nicht das letzte Mal. Der erste Bogen ist gekauft und in der nächsten Saison werden die Pechraben auch als Bogenschützen lagern.


Burg Stargard 11.-15.08.2016

Wer Burg Stargard und das Burgfest kennt, der weiß, dass hier an jedem 2. Augustwochenende ein traumhaftes Gelände in hügeliger Umgebung drei Tage lang bespielt wird. In diesem Jahr stand die Burg und ihre Geschichte mit der histotischen Schlacht von 1316 gegen die Brandenburger im Mittelpunkt des Festes. Als Lager reisten wir bereits am Donnerstag an, um dem Burgfest die notwendige Kulisse zu geben. Uns stand hier im Burggarten unter alten Linden und Eichen viel Platz zur Verfügung. Im Innenhof der Burg waren Schausteller, Bühnen und Händler aufgebaut. Wir waren dieses Mal im großen Team (volle Besetzung) angereist. Zum ersten Mal haben wir am Aufbautag den T4 beladen, für das Wochenende eingekauft, Holz geholt und das Lager an Ort und Stelle aufgebaut. Der Donnerstag klang in kleiner Runde am Lagerfeuer aus, denn Tagesgäste waren noch nicht da. Der Freitag startete verregnet, kühl, fast schon herbstlich und so blieb es auch bis zum Sonnenuntergang. Doch uns störte das nicht. Nach dem Frühstück hatten wir einen privaten Bogenschießworkshop bis zum Nachmittag. Wir lernten den Umgang mit Bogen und Pfeil und übten am Schießstand mit unterschiedlichen Pfeilen. Eine Herausforderung für Kondition, Augenmaß und Körperbeherrschung, die uns alle begeisterte. Mal sehen, ob es in der nächsten Saison Bogenschützen unter den Pechraben gibt? Sonnabend war "Besuchertag" in unserem Lager. Freunde und Familien aus der Umgebung, die unser Lager kennenlernen wollten, kamen und gingen. Am gesamten Wochenende saßen bei uns am Feuer insgesamt über 27 Gäste und Freunde. Daneben natürlich viele Tagesgäste, die unser Pechsieden interessierte. Wir setzten Sonnabend und Sonntag Meiler auf, die hervorragend gelangen. Unser Pech war am Ende erstklassig: schwarz, zähflüssig, klebrig und roch harzig-duftend. An einen Pfeil- und Bogenbauer gaben wir 150 ml Pech ab. Besonders Lart übte die Abläufe beim Pechsiedens. Am Sonnabend nahmen Lart und Thorstein dann an der Schlacht im Innenhof der Burg teil. Mit großer Begeisterung und Lagerfeuergeschichten kehrten sie vom Schauplatz zurück. Sie hatten mit Axt, Schild und Körper das Burgtor verteidigt.  Auch unser neues Küchenregal konnte nach einer kleinen Reparatur alle kulinarischen Herausforderungen bestehen. Sonntag ebbte der Besucherstrom etwas ab und wir hatten Zeit für Suppe, Milchreis, Bastelarbeiten, Planungen und Gespräche. Unterhaltsam waren die Schlachtübungen auf der Wiese vor unserem Zelt. Abends ging die Sonne glutrot hinter den Wiesen unter und wir ließen den Met noch einmal üppig fließen. Insgesamt ein erholsames und vielseitiges Wochenende im Mittelalter.


Basthorst 24.-26.06.2016

Basthorst war unser erstes gemeinsames Lager der Pechrabensaison 2016 und so stieg die Vorfreude auf dieses Treffen täglich. Der Transporter wurde am Mittwoch vorher beladen, der Einkauf am Donnerstag  erledigt und Thorstein startete mit Hakon Freitag früh um 6 Uhr in Richtung Basthorst. Beide fieberten der Lagerplatzvergabe entgegen. Als Alteingesessene bekamen wir aber wieder unseren genialen Platz im Rondel, der malerisch vor dem Gutshaus liegt und von einer Eichenhecke umgeben ist. Ein kuscheliger Platz unter befreundeten Lagern. Einziger Nachteil dieses Platzes ist der Generator hinter der Hecke, der 24 Stunden am Tag vor sich hin brummelt. Der Aufbau unterlag dem Druck eines drohenden Unwetters, das seit Mittag angesagt wurde. Zum Glück stießen Lart um 12 Uhr und Bjalfi gegen 16:30 Uhr zu den Aufbauarbeiten dazu. Als alle Arbeiten um 20 Uhr fertig schienen, wir uns zum Abendbrot an den Grill setzen und Hakon zur Heerlagerbesprechung ging, fiel der erste Regen aufs Tarp. Wir ahnten nicht, dass es so gute 24 Stunden bleiben würde. Der Regen hörte nicht auf. Gewitter in der Nacht, Regen am Tag, die Ansage einer neuen Unwetterfront am Nachmittag und immer dieses Gefühl, dass alles feucht ist. Doch wir hatten noch Glück. Unser Platz hatte eine Drainage im Unterboden, so dass das Wasser recht kontrolliert abfloss. Wir machten uns den ganzen Tag lang ein gemütliches Feuer an, kochten Suppe, trockneten die Sachen und wagten uns in den kurzen Regenpausen einmal auf den Markt zum Einkauf oder in ein benachbartes Lager. Tiamatim besuchte uns und wir hatten mit Ihnen Zeit zum Erzählen, denn seit September 2015 hatten wir nicht mehr zusammen gelagert. Wir hörten von schlimmen Umständen auf der Heerlagerwiese. Tiamatim erzählte von Wasserpegeln 20 cm über der Grasnarbe. Alles war voller Schlamm und Morast, aber ein Abbruch oder Abbau war für den Veranstalter keine Option. Nur der Heerlagerumzug wurde wegen eines Gewitters abgesagt. Uns fehlte es an nichts, es war warm im Lager, alle Planen und Tarps hielten gut den Regen ab und unser Essen hielt uns bei guter Laune. Das Cobblestonekonzert nachts war dann der Höhepunkt des Tages. Die Stimmung im alten Schafstall mit hunderten Leuten ist unbeschreiblich. Der Sonntag startete sonnig und schon um 11 Uhr strömten die Besucher auf das Gelände, als wenn sie den Sonnabend nachholen wollten. Wir hatten sehr nette Gäste, die sich nach der Pechherstellung, unserem neuen QR-Code oder unseren Zelten erkundigten. Eine Familie wollte selber in Kürze ein Lager aufbauen und so konnten wir ihnen viele Tipps geben. Die Sonne zauberte allen ein Lächeln ins Gesicht, kein Wunder nach 41 mm Niederschlag/m² in 24 Stunden. Wir besuchten die Bühnen, Tiamatim und andere Lager, kauften 2 Tassen, erlagen den Verlockungen von Hanffladen, Germknödel, Drachenspieß und Meet und besprachen wichtige Pechrabenangelegenheiten dieser Saison. Da wir bis Montag früh bleiben konnten, kam kein Stress auf, als die anderen Lager um uns herum ab 18:00 Uhr mit den ersten Abbauaktionen starteten. Wir sahen zu, halfen etwas beim Beladen mit und freuten uns auf den ruhigen Abend am Feuer.  Da der Regen alle Wiesen aufgeweicht hatte, stellte der Abbau eine Herausforderung an alle Nerven da. Würden die PKWs und Transporter versacken? Hält der Untergrund stand? Viele Sorgen um nichts, alles lief glatt ab. Auch für uns am Montag morgen, als wir nach unserem Frühstück den T4 beluden und Basthorst hinter uns ließen.


Basteltag für das neue Küchenregal 29.05.2016

Schon seit langem wollten wir unser IKEA-Regal durch ein historisches Wikingerregal im Lager ersetzen. Doch bisher fehlte es an der Zeit und den richtigen Ideen. Auf Mittelaltermärkten hatten wir uns immer wieder verschiedene Varianten angeschaut, fotografiert und uns letztlich für eine Wikingervariante entschieden. Ein gemeinsamer Basteltag war schnell gefunden und alle "Pechraben" packten mit an. Als Material kauften wir für unser Küchenregal aus dem Baumarkt

  • 3 Vierkanthölzer 6 x 6 cm
  • 4 Windbretter 200 x 15 cm
  • 2 Bretter unten quer 100 x 15 cm
  • 1 Ablagebrett oben 120 x 40 cm
  • 1 Ablagebrett unten 120 x 60 cm

Gute sechs Stunden wurde angezeichnet, vermessen, gehobelt, gebohrt und zusammengesetzt. Doch beim ersten Zusammenbau erwiesen sich das obere Ablagebrett (da es eingepasst werden muss) und die Keile (sie verhindern das seitliche Kippen des Regals) als eine techische Herausforderung. Nach letzten Anpassungen mit der Säge  ging es an die Eichenoptik. Dazu wurde das Kiefernholz mit einer Eichenlasur überzogen und nach der Trocknung mit dem Rasenbrenner an den Kanten auf "alt" getrimmt. Der Auf- und Abbau des Regals ist einfach und im Vergleich zu unserem alten Regal benötigt es auf dem Transporter deutlich weniger Platz. Wir freuen uns auf unseren ersten Mittelaltermarkt mit diesem neuen Regal.